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Persönliches Wort
Wenn wir die Bibel lesen, wird klar, dass Gott grosse Aufgaben für unser Leben vorbereitet hat. Er will durch uns sein Reich bauen. Die Frage, die ich mir aber oft stellte, war: „Bin ich dazu überhaupt geeignet. Kann mich Gott trotz all meiner Fehler und Schwächen gebrauchen?"
Als wir noch Kinder waren erzählte uns unser Vater manchmal folgende Geschichte:
Ein Basketballcoach begegnet im Zug einem jungen Mann, der über zwei Meter gross ist. Ohne zu zögern spricht er ihn an und fragt ihn, ob er nicht Lust hätte, in seinem Basketballteam zu spielen. Darauf antwortet der junge Mann, dass er überhaupt nicht Basketball spielen könne. Der Trainer antwortete nur kurz: „Kein Problem, ich kann dir das Basketballspielen beibringen. Was ich nicht kann, ist meinen Spielern beizubringen, gross zu sein!"
Seinerzeit lachten wir über diese kleine Geschichte. Vor kurzem aber wurde mir bewusst, was für eine tiefe Wahrheit des Glaubens in dieser kleinen Erzählung steckt. Als der Trainer den jungen Hühnen sah, schaute er nicht auf das, was fehlte, sondern er sah das Potential des jungen Mannes, in diesem Fall seine enorme Körpergrösse. Ähnlich verhält es sich, wenn Gott unser Leben betrachtet. Er sieht nicht in erster Linie unsere Fehler oder das, was wir noch nicht können, sondern unser Potential. Er sieht in uns Menschen, denen er alle Fähigkeiten gegeben hat, um diese Welt zu verändern, wenn wir uns auf ihn einlassen. Und das ist der entscheidende Schritt; wir müssen lernen, uns darauf einzulassen. Wir müssen lernen, unser Leben aus der Sicht Gottes zu sehen, und daran glauben, dass Gott auch durch uns Grosses tun kann. Sind wir bereit dazu?
Eine Geschichte, die mich in dieser Hinsicht besonders ermutigt, ist die von Petrus. Er hatte seine Ausrutscher und Fehler und dennoch gehörte er zum engsten Kreis um Jesus. Als er Jesus zum ersten Mal begegnete, sagte er zu ihm (Lukas 5,8): „Herr, geh fort von mir! Ich bin ein sündiger Mensch." Doch Jesus ging mit keinem Wort auf die Aussage von Petrus ein. Er wusste genau, wen er vor sich hatte. Er wusste, was für ein Mensch Petrus war, und auch, dass er ein Sünder war. Doch er sah nicht seine Sünden, sondern seine Berufung, und antwortete ihm (Lukas 5,10): „Du brauchst dich nicht zu fürchten. Von jetzt an wirst du ein Menschenfischer sein." Er sah das Potential von Petrus und führte ihn in eine gewaltige Berufung! So ist der Blick Gottes über unserem Leben.
Gottes Segen
Benjamin Pang