Persönliches Wort

Stell dir vor, du wärst Diktator der Schweiz und hättest uneingeschränkte Macht. Du könntest nach Belieben Gesetze ändern und neue Regelungen erlassen. Im ersten Moment würdest du sicher ein paar offensichtliche Mängel beheben. Nachdem sich aber die erste Aufregung gelegt hat, meldet sich der Heilige Geist. Sanft tippt er dir auf die Schulter und fragt, was du denn als Nachfolger Jesu ändern würdest. Würdest du den Menschen den Glauben an Jesus vorschreiben? Fluchen verbieten und Lügen unter Strafe stellen? Würde Beten vor dem Essen und das Geben des Zehnten obligatorisch? Bald wird dir klar, dass du niemandem den Glauben vorschreiben kannst. Du kannst augenscheinlich christliches Verhalten erzwingen, aber am Sündigen kannst du niemanden hindern. Leben mit Jesus geschieht aus Vertrauen auf Jesus. Nur der Heilige Geist kann Herzen bewegen.

Nun merkst du, dass du lediglich den freien Rahmen schaffen kannst, damit sich Menschen aus freien Stücken für Jesus entscheiden. Du kannst deine Berühmtheit und deinen Einfluss nutzen, um mit deinem Lebensstil auf Jesus hinzuweisen. Deine Gebete für deine Landsleute ebnen den Weg für ein Wirken des Heiligen Geistes in den Herzen. Plötzlich realisierst du, dass du nach wie vor den Leuten beim ins Verderben rennen zuschauen musst und dir selbst als Diktator die Hände gebunden sind. «Warum nur Jesus, machen die Menschen, was sie wollen?!» – «Weil ich sie mit einem freien Willen geschaffen habe, damit sie sich freiwillig für mich, den Weg, die Wahrheit und das Leben entscheiden können». Du kannst niemandem deinen Glauben aufzwingen, aber sehr wohl entscheiden, was für eine Sorte von Hinweis auf Jesus du leben möchtest.

Herzliche Grüsse
Adrian Beckert